Mohamend in der Biblischen Prophetie

Gerade auf Sozialen Medien hört man häufig, das Muslime behaupten, einzelne Worte in der Bibel würden prophetisch auf Mohamed hinweisen. Bei aller Ernsthaftigkeit der betreffenden Personen, kann es nur zu Irrtümern führen, wenn man versucht aus einzellnen Worten – unabhängig vom Kontext – eine Biblische Lehre zu erkennen. Bedeutet das, dass Mohamend und der Islam in der Bibel nicht vorkommen? Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall, ein komplettes Kapitel im Buch der Offenbarung gibt einen kurzen Überblick über den Islam – teilweise mit verblüffender Exaktheit in den beschriebenen Ereignissen.

Grundlagen zur Auslegung

Die Folgende Auslegung der Bibelverse basiert auf den 7 Regeln der Biblischen Auslegung.

Kontext

Die betrachteten Verse stehen in der Offenbarung. Dieses Buch des neuen Testaments, das dem Jünger Johannes auf der Insel Patmos offenbart wurde, enthält neben dem Buch Daniel im Alten Testament, die meisten Prophezeihungen über die Weltgeschichte. Die Prophezeihungen dieser beiden Büchen zeichnen sich durch viele Einzelprophezeigungen aus, die jeweils eine relativ lange, geschichtliche Zeitperioden aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Diese Zeitperioden reichen in den meisten fällen von einem Zeitpunkt kurz vor oder nach der Niederschrift bis zum Ende der Welt.

Auffällig dabei ist, dass diese Blickwinkel immer eine Bedeutung für die wahren Gläubigen in dieser Zeit haben und sich auf den Teil der Welt beschränken, in dem der Großteil der christlich gläubigen Menschen leben und wo zugleich das Antichristliche System am stärksten wirkt.

Offenbarung 8 – 11 beschreiben im großen und ganzen diese Zeitperiode mit dem Blickwinkel auf die Kriege und Konflikte, die gegen die gegen das Römische reich und die staatlich-kirchliche Macht der Katholischen Kirche in Europa auftreten. Die ersten vier Posaunen sprechen dabei über verschiedene germanische Stämme. In Offenbarung 9 ändert sich dann der Fokos, die letzten drei Posaunen werden mit einem „Wehe“ verbunden und sprechen plötzlich über eine ganz andere Macht.

Die 7. Posaune und das 1. Wehe

Und der fünfte Engel stieß in die Posaune; und ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gefallen war, und es wurde ihm der Schlüssel zum Schlund des Abgrunds gegeben.  (Offenbarung 9,1)

Hier wird etwas oder jemand beschrieben, den die Bibel mit dem Symbol des Sternes vergleicht. Es handelt sich offensichtlich nicht um einen buchstäblichen Stern, dem ein buchstäblicher Schlüssel gegeben wird, sondern hier spricht die Bibel in symbolischer Sprache. Sterne in der Biblischen Sprache haben primär zwei Bedeutungen. Sie stellen entweder Engel oder Stammesführer/Könige da:

 

Was das Geheimnis der sieben Sterne, die du auf meiner Rechten gesehen hast, und die sieben goldenen Leuchter betrifft: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden. (Offenbarung 1,20)
 
 
Und er hatte noch einen anderen Traum, auch den erzählte er seinen Brüdern und sagte: Siehe, noch einen Traum hatte ich, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder. Und er erzählte es seinem Vater und seinen Brüdern. Da schalt ihn sein Vater und sagte zu ihm: Was ist das für ein Traum, den du gehabt hast? Sollen wir etwa kommen, ich und deine Mutter und deine Brüder, um uns vor dir zur Erde niederzubeugen? (1. Mo 37,9-10)
 
 
Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen. (Mt 2,2)
Da die historischen Ereignisse des vorherigen Kapitels (der ersten 4 Posaunen) durchgehend von den Taten von Menschen sprachen und es ansonsten auch in den weitern Versen zu wiedersprüchen führen würde, ist es nur logisch, davon auszugehen, das auch hier der Stern, der auf die Erde fällt ein neuer Stammesführer oder König ist.

Das diesem Stammesführer zuvor ein Schlüssel gegeben wird bedeutet mit dem er den Abgrund aufschließen kann bedeutet, dass es etwas geben muss, das ihn hindert sein Werk auszuführen, bis ihm der Zugang wie mit einem Schlüssel geöffnet wird, so dass er seinen Einfluss ausüben kann, mit dem sich Finsternis ausbreitet.

So wie die ersten vier Posaunen mächte beschrieben, die gegen die Unterdrücker der Gläubigen kämpfte, so sehen wir hier eine neue, ganzlich andere Macht aufstehen, die auf ungewöhnliche Weise zu Gottes Werkzeug wird, um das Antichristliche System zu bekämpfen. Der Stammesführer, der hier als Stern beschrieben wird ist kein anderer als Mohamed, der Prophet des Islams. Der Schlüssel, den er benötigte um den Abgrund zu öffnen war der Fall des  der Perserkönig Chosroes. Die Herrschaft Mohamend grenzte zu dieser Zeit an die Überreste des Römischen Reichs und das Persische Großreich. Seine weitere Ausbreitung wurde durch diese beiden Reiche verhindert. Bis das römische Reich in einem Kampf gegen die Perser Chosroes besiegte. Dieser Fall des Chosroes öffnete Mohamend die Türen seine Eroberungszüge fortzusetzen.

Und er öffnete den Schlund des Abgrunds, und ein Rauch stieg empor aus dem Schlund, wie der Rauch eines großen Schmelzofens, und die Sonne und die Luft wurden verfinstert von dem Rauch des Schlundes. (Offenbarung 9,2)

Passend zu den in der schädlichen und oft sogar tötlich wirkenden Dünsten, die bei Südwestwinden in Arabien auftreten können, so wird hier auch der Einfluss der Religions Mohamends beschrieben. Wie der Rauch eines Schmelzofens verbreitete sich diese Lehre, die sich zwar selber als ein Licht des Himmels bezeichnet, aber verglichen mit dem Licht des Evangeliums Christi seine wahre Natur offenbart, in der es statt dem Menschen Freiheit und Erlösung von Sünde zu bieten diese in eine wertlose Gesetzlichkeit drängt.

Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde; und es wurde ihnen Vollmacht gegeben, wie die Skorpione auf der Erde Vollmacht haben. (Offenbarung 9,3)

So wie die Heuschrecken aus dem Osten nach Agypten einfiehlen (2.Mo 10,13), so fielen auch die Nachfolger Mohameds vom Osten ins Römische Reich ein. Nachdem der Perserkönig gefallen war, zogen ganze Schwärme von Sarazenen aus und die ihnen folgende Verwüstung verbreitete sich schnell vom Osten bis zum Westen des Römischen Reiches.

Der Stachel wie der des Skorpions ist eine passende Darstellung ihrer Art. Ihre Angriffe waren schnell und mächtig. Und Ihr übergroßes Ehrgefühl, das auf Beleidigungen sehr empfindlich reagiert, wirkt wie ein Gift in den Streitigkeiten dieser Araber; eine unangebrachte Handlung oder ein beleidigendes Wort konnte für sie nur durch das Blut des Beleidigenden wieder gut gemacht werden, selbst wenn sie dafür Monate oder gar Jahre lang auf die Gelegenheit zur Rache lauern mussten.

Und es wurde ihnen gesagt, dass sie dem Gras der Erde keinen Schaden zufügen noch irgend etwas Grünem noch irgendeinem Baum, sondern nur den Menschen, die das Siegel Gottes nicht an ihrer Stirn haben. (Offenbarung 9,4)

Mohammed starb im Jahre 632. Ihm folgte Abubekr. Sobald er seine Herrschaft gefestigt hatte erließ er einen Befehl an alle Arabischen Stämme:

„Wenn immer ihr im Felde für Allah streitet, so erweiset euch als Männer und wendet nicht dem Feinde euern Rücken zu; auch besudelt euern Siegesruhm nicht mit dem Blute von Weibern und Kindern. Zerstört keine Palmbäume und brennt keine Getreidefelder nieder; hauet keine Obstbäume um, und vom Vieh nehmt nur soviel, als ihr zum Essen gebraucht. Wenn ihr ein Gelübte oder einen Bund macht, so haltet ihn, gerade so wie euer Ehrenwort. Auf eurem Zuge werdet ihr einige fromme Personen finden, welche eingezogen in Klöstern leben und sich vorgenommen haben, auf diese Weise Gott zu dienen; diese lasset unbehelligt und tötet sie nicht, noch zerstört ihre Kloster. Auch werdet ihr eine andere Sorte von Leuten antreffen, welche zur Schule Satans gehören und ihr Haupt geschoren tragen, denen sollt ihr den Schädel spalten und ihnen nicht eher Gnade angedeihen lassen, bis sie sich entweder zur Lehre Mohammends bekennen oder Tribut zahlen“ (Zitiert nach Uria Smith)

Zwar lautete der Befehl des Abubekr tatsächlich keine grünen, fruchttragenden Pfanzen zu zerstören, aber genauso wie die Verse zuvor muss auch dieser Vers symbolisch gedeutet werden. Die Bibel bezeichnet wahre, gläubige Personen als Grüne Bäume:

„Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf dem Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat seine Lust am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter welken nicht, […]“ (Psalm 1,1-3)

Klar wird es auch dadurch, das der Vers als Gegenteil zu dem Grünen und den Bäumen die Menschen setzt, die das Siegel Gottes nicht an Ihrer Stirn haben. Die Gruppe, die das Siegel Gottes haben beschreibt Abubekr als die, die in Klöstern leben (hir sind sicher keine katholischen Klöster gemeint, sondern die Wohnungen und Versamlungsstätten der gläubigen) und Gott dienen. Die andere Gruppe, die nicht das Siegel Gottes haben werden als die beschrieben, die das Haupt geschoren tragen. Dies ist eine Treffende Beschreibung für die katholischen Mönche. Gott hat dafür gesorgt, das die Sarazenen, durch den Befehl ihres Anführers die wahren Christen verschohnte während es die Nachfolger des Antichristlichen Systems mit aller Gewalt verfolgte.

Und es wurde gegeben, sie nicht zu töten, sondern sie sollten fünf Monate lang gequält werden. Und ihre Qual war wie die Qual von einem Skorpion, wenn er einen Menschen sticht. Und in jenen Tage werden die Meschen den Tod suchen und ihn nicht finden; und sie werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen fliehen. (Offenbarung 9,5-6)

Ihre beständigen Einfälle in römisches Gebiet und ihre häufigen Stürme auf Konstantinopel selbst waren eine unaufhörliche Plage für das ganze Reich, trotzdem waren Sie nicht im Stande das Reich völlig zu unterjochen. Ihr Auftrag war es die götzendienerische Kirche zu plagen und zu verletzen, aber nicht völlig zu töten und zu vernichten. Die ständige Angst vor den immer wieder neuen Angriffen der Sarazenen machte das Leben für die Menschen zu dieser Zeit unerträglich. Die Sarazenen behandelten sie sehr hochmütig und sollte sie doch mal für eine Weile ruhe gehabt haben, dann nur, bis ein neuer, noch heftigerer Streitzug wie der Stachen eines Skorpions zustach.

Und die Gestalten der Heuschrecken glichen Pferden, die zum Kampf gerüstet sind, und auf ihren Köpfen [trugen sie] etwas wie Kronen, dem Gold gleich, und ihre Angesichter waren wie menschliche Angesichter. (Offenbarung 9,7)

Die arabischen Pferde gehören zu den besten Pferden der Welt. Die Fertigkeit des Reitens gilt als Kunst und Wissenschaft in Arabien. Die Sarazenischen Reiter waren allezeit bereit zum Kampf. Sie trugen Turbane, eine den Sarazenen eigene Kopfbedeckung, welche kleinen Kronen glich. Sie trugen Bärte als Zeichen ihren Männlichkeit und ihre Ernsthaftigkeit und Charakterstärke wird treffend beschrieben mit den Worten „Ihre Angesichter waren wie menschliche Angesichter“

Und sie hatten Haare wie Frauenhaare, und ihre Zähne waren wie die der Löwen. (Offenbarung 9,7-8)

Auch wenn es in den meisten Ländern als Zeicher der Weiblichkeit galt und den Frauen vorbehalten war, so trugen in Arabien doch auch die Männer langes Haar. Ihre Art war aber keineswegs weiblich, die Zähne des Löwens stellen ihre Kühnheit und Rachgier dar.

Und sie hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Getöse ihrer Flügel war wie das Getöse vieler Wagen und Pferde, die zur Schlacht eilen. (Offenbarung 9,9)

Unter den Arabern zur Zeit Mohammeds war der Brustharnisch häufig im Gebrauch. Im Jahre 624, bei der zweiten Schlacht, die Mohammed kämpfte waren 700 Mann mit diesem Eisenpanzer gerüstet. Die meisten Völker dieser Zeit kämpften wie die Grichen und Römer in geschlossenen Massen von Infantriekämpfern. Nicht so die Araber. Ihre Stärke lag zum großen Teil in der Kavallerie. Sie gallopierten mit Ihren Pferden in Windeseile auf die Feide zu und der Lärm der blitzschnell anreitenden Massen kann treffend als das Getöse von Flügeln und vieler Wagen beschrieben werden.

Und sie hatten Schwänze wie Skorbione, und Stacheln waren in ihren Schwänzen, und ihre Vollmacht bestand darin, den Menschen Schaden zuzufügen fünf Monate lang. Und sie haben als König über sich den Engel des Abgrund; sein Name ist auf Hebräisch Abaddon, und im Griechischen hat er den Namen Apollyon. (Offenbarung 9,10-11)

In der Biblischen Prophetie gilt häufig, das ein Tag einem Jahr entspricht, fünf Monate sind 150 Tage und symbolisieren damit 150 Jahre. Ihre Angriffe, Plünderungen und Plagen gegen das Römische Reich sollten 150 Jahre Andauern.

Doch ab wann sollte diese Zeit beginnen? Vers 11 sagt uns, dass sie einen König über sich hatten. Nach dem Tod Mohammeds bis gegen Ende des 13. Jahrhunderts waren die Mohammedaner in einzelne Stämme aufgeteilt und hatten keinen Gemeinsamen König. Kurz vor Beginn des 14. Jahrhunders gründete Othman ein Reich und vereinte die größten der mohammedanischen Stämme unter sich.

Das Wort Engel bedeutet Botschafter oder Diener – und nicht zwangsmäßig ein geistliches Geschöpf. Der Sultan wurde selbst als der oberste der Kalifen angesehen und hatte so in sich nicht nur die Politische, sondern auch die höchste religiöse Macht vereint. Als Repräsentant der Religion, die beschrieben wird als aus dem Abgrund aufsteigend, ist die Bezeichnung des Representanen als Engel des Abgrunds keineswegs unpassend.

Der Name Abaddon bedeutet „der Zerstörer, und auch Apollyion im Grichischen bezeichnet jemanden der vertilgt und vernichtet. Dies ist kein Eigennahme, sondern eine Beschreibung seines Werkes – und bezeichnet passend die Zerstörerische Wut, die mit den Angriffen des otomanischen Reiches über Europa kam.

 

Der erste Angriff der Othmanen auf das Griechische Reich und damit der beginn der 5 Monatigen Plage fand laut Gibbon am 27 Juli 1299 statt. von da an von diesem Tag an plagten, plünderten und quälten sie diesen Teil des Römischen Reiches für 150 Jahre – bis zum 27 Juli 1449. In dieser Zeit konnten sie zwar hin und wieder einzellne Provinzen an sich reißen, aber die Unahbängigkeit Grichenlands konnten Sie nicht brechen. Bis im Jahre 1449 der grichische Kaiser Johannes Paläologes starb. Danach fand ein gewaltiger Wechsel in den Machtverhältnissen statt. Sein Bruder bestieg den Thron erst, nachdem er die Erlaubnis des Türkischen Sultans erhalten hatte – und so verlor Grichenlands die Unabhängigkeit erst nach den 150 Jahren – und dies nicht einmal durch einen Streitzug, sondern durch die freiwillige Aufgabe derselbigen.

Das erste Wehe ist vorüber; siehe, es kommen noch zwei Wehe nach diesem (Offenbarung 9,12)

 

Dieser Teil der Prophetie gibt uns bereits einen beeindruckenden Eindruck über den Islam und seine Aufgabe in der Weltgeschichte. In den zwei weiteren Wehe gibt uns die Bibel noch weitere Einblicke, die uns helfen, noch mehr zu verstehen, wie Gott diese Religion zu seiner Ehre und zum Schutz seiner Nachfolger nutzt.

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